Touristenfalle Checkpoint Charlie: Wie der Gedenkort auch Berliner anziehen könnte | Gastbeitrag von Christoph Sommer

In diesem Gastbeitrag befasst der Stadt- und Tourismusforscher Dr. Christoph Sommer u.a. mit der Frage, wie dieser weltweit bekannte Geschichtsort nicht nur für die vielen Touristinnen und Touristen, sondern auch für die Berlinerinnen und Berliner zu einem Ort wird, der gern besucht wird. Mit dem Kauf von zwei Teilgrundstücken und den Zwischenergebnissen des „Dialogverfahrens Checkpoint Charlie“ besteht nach Meinung des Autors eine gute Grundlage für die Entwicklung des Ortes. Dazu gehört eine „außeruniversitäre Geschichtsvermittlung, die die städtebauliche Denkmalpflege umfasst, ebenso wie die Gedenkstätten- und Museumsarbeit“. Allerdings hat die vom Bund und dem Land Berlin mit der Konzeption und Trägerschaft betraute „Stiftung Berliner Mauer“ bisher noch wenig Substanzielles vorgelegt. Das ist aus Sicht von Herrn Dr. Sommer insbesondere deshalb unbefriedigend, da in der „Geschichtsvermittlung, Geschichtsvergegenwärtigung und Geschichtsdiskussion eine große Chance liegt“, nicht nur die Touristinnen und Touristen, sondern auch die Berliner Stadtgesellschaft für diesen Ort (neu) zu interessieren. Dabei spielt natürlich auch die städtebauliche Ausgestaltung eine wichtige Rolle, die durch ein offenes Wettbewerbsverfahren entwickelt werden sollte.

Artikel im Tagesspiegel vom 12.12.2022 (Online-Ausgabe)

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