Beiträge

Kommerz oder Commons? Wie der Checkpoint Charlie zum Ort der Debatte werden kann | von Christoph Sommer

Den näher rückenden Termin des 30-jährigen Mauerfalljubiläums nimmt der Autor als „Aufhänger“, um den aktuellen Stand der Debatte um die Neubauplanung am Checkpoint Charlie mit Schwerpunkt auf dem geplanten „Museum Kalter Krieg“ darzustellen. Im Bebauungsplanentwurf 1-98, der möglichst noch in diesem Jahr festgesetzt werden soll, wird seit Bekanntwerden der Museumsgröße intensiv nicht nur über den Flächenbedarf sondern auch über die Inhalte diskutiert. Hinsichtlich der Inhalte schlägt der Autor, der den Beitrag zusammen mit der Stadtplanerin Theresa Keilhacker und dem ehemaligen Kultursenator Dr. Thomas Flierl verfasst hat, statt eines monothematischen Museums für touristische Einmalbesucher einen „Ort der Debatte“ vor, der auch von den Berlinerinnen und Berlinern frequentiert wird. In Anbetracht der großen Bedeutung des geplanten Bildungs- und Erinnerungsortes für Berlin fordert Herr Sommer eine zügige Prüfung des Ankauf der Flächen für den geplanten Stadtplatz und die Gemeinbedarfsfläche. Abschließend weist Herr Sommer darauf hin, „dass die Auseinandersetzung noch nicht vorbei ist“. Neben der weiteren kritischen Begleitung des Bebauungsplanverfahrens ist es aus seiner Sicht notwendig, eine kulturpolitische und museumsfachliche Debatte zum Auftrag und Konzept des Bildungs- und Erinnerungsortes zu eröffnen.

Artikel in der Berliner Gazette vom 04.09.2019

 

 

 

Wie geht es weiter am Checkpoint Charlie? | von Ralf Schönball

Am kommenden Samstag findet am Checkpoint Charlie ein „Bürgerdialog“ im Rahmen des Beteiligungsverfahrens „zukunft-cpc“ statt. Im Vorfeld dieses kurzfristig angesetzten Termins fand am 17. Juni auf Einladung von Theresa Keilhacker und Christoph Sommer ein Pressetermin statt, bei dem der aktuelle Stand des Bebauungsplanverfahrens (mit Schwerpunkt auf der Museumsplanung) von mit dem Verfahren befassten Personen diskutiert wurde. Mit dabei waren Dr. Heike Oevermann von der HU, Landeskonservator Dr. Christoph Rauhut, Prof. Axel Klausmeier von der Stiftung Berliner Mauer, der ehemalige Kultursenator Dr. Thomas Flierl und die beiden Einladenden. Der Redakteur Ralf Schönball berichtet und bewertet die lebhafte Diskussion und stellt fest, dass „die Geheimniskrämerei um die Bebauungsplanung am weltberühmten Checkpoint Charlie anhält“.

Artikel im Tagesspiegel vom 18.06.2019

Stadtplanung für alle? Wie der Berliner Senat mit einer kritischen Öffentlichkeit umgeht | von Theresa Keilhacker und Christoph Sommer

In einem ausführlichen Artikel in der Online-Zeitung „Berliner Gazette“ befassen sich die Architektin Theresa Keilhacker und der Stadtgeograph Christoph Sommer mit dem aktuellen Stand der Bauleitplanung am Checkpoint Charlie, der in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wohnen am 8. Mai im Berliner Abgeordnetenhaus präsentiert wurde. Frau Keilhacker und Herr Sommer zeichnen unter der Überschrift „Eine Geschichte verworfener Ideen“ zunächst den seit 2015 laufenden Planungsprozess und die ab Sommer 2018 intensiver werdende öffentliche Diskussion um die von der Trockland-Gruppe geplante Neubebauung nach. Der Artikel schließt mit „Vier Fragen an Rot-Rot-Grün“ und einem Plädoyer für einen Rückkauf der Brachflächen durch das Land Berlin.

Artikel in der Berliner Gazette vom 22.05.2019

Was will die Stadt am Checkpoint Charlie? | Gastbeitrag von Christoph Sommer und Markus Kip

In Ihrem Gastbeitrag setzen sich die beiden Stadtforscher von der Humboldt-Universität mit der öffentlichen Wahrnehmung des Projektes und dem „Management“ durch die Regierungskoalition aus Grünen, Linken und der SPD (R2G) auseinander. Herr Sommer und Herr Kip kritisieren die mangelnde Transparenz des Planungsverfahrens und die Konzeptlosigkeit des Senats, die auch zu einer Schwächung der Verhandlungsposition gegenüber dem Investor „Trockland“ führt. Abschließend plädieren die Autoren für einen Neustart der Planungen am Checkpoint Charlie, was letztlich auf einen Abbruch des laufenden Investorenverfahrens hinausläuft.

Gastbeitrag in der Berliner Zeitung vom 12.11.2018

„Checkpoint Charlie muss bürgernaher Geschichtsort werden“ | Gastbeitrag von Theresa Keilhacker und Christoph Sommer

Die Architektin Theresa Keilhacker und der Stadtforscher Christoph Sommer von Geographischen Institut der HU Berlin geben einen detaillierten Überblick über den aktuell bekannten „Flächen-Mix“, die notwendige stärkere Ausrichtung des Planungsprozesses auf die Interessen der Öffentlichkeit und den Standpunkt des Berliner Senats zur Ausübung des Vorkaufsrechts. Die Autoren fordern den Senat und das Abgeordnetenhaus auf, die Ergebnisse des laufenden Workshopverfahren kritisch zu untersuchen und bei Zweifeln an der städtebaulichen Qualität und Gemeinwohlorientierung einen offenen städte- und hochbaulichen Wetttbewerb durchzuführen. Dabei sollte auch der von der Wirtschaftssenatorin Ramona Pop verkündete Anspruch, in Berlin Ideen für einen nachhaltigen und stadtverträgliche Tourismus umzusetzen, ernstgenommen werden.

Tagesspiegel vom 01. August 2018