Initiative "Checkpoint Charlie erhalten"
Freie Flächen am Checkpoint Charlie (von Süden aus gesehen)

Checkpoint Charlie erhalten – Ziele der Initiative

Die Initiative „Checkpoint Charlie erhalten“ wurde Ende Juli 2018 gegründet, um die bisher weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit laufenden Planungen zur Bebauung der letzten freien Grundstücke am Checkpoint Charlie kritisch zu begleiten.

Nach dem Planungsstand von Ende September 2018 (Ergebnis einer zunächst geheim gehaltenen Obergutachter-Sitzung bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen) sollte bisher eine Baumasse realisiert werden, die den weltweit bekannten Erinnerungsort der ehemaligen Grenzübergangsstelle (GÜSG) am Checkpoint Charlie unter Beton begraben und die Anforderungen des Denkmalschutzes (insbesondere die Freihaltung der den Denkmalort prägenden Brandwände) übergehen würde. Nicht zuletzt durch kritische Berichte in der Presse, Widerstand von Abgeordneten des Landesparlaments und öffentlichen Druck hat der Berliner Senat am 4. Dezember 2018 beschlossen, diese Planung zu ändern und die Baumasse erheblich zu reduzieren.

Anfang Februar 2019 wurde durch Presseberichte bekannt, dass der Investor „Trockland“ die mit dem Insolvenzverwalter der Grundstückseigentümergesellschaft vereinbarte Kaufoption nicht wahrgenommen hat. Desweiteren wurde berichtet, dass die bisher federführende Senatsverwaltung für Finanzen, deren Agieren während des Investorenverfahrens vielfach kritisiert wurde, die Federführung an die Senatsverwaltung für Stadentwicklung und Wohnen abgegeben hat, die mit der Überarbeitung des Bebauungsplans für die beiden Checkpoint-Charlie-Grundstücke befasst ist. 

Im weiteren Verfahren sollten aus unserer Sicht folgende Kernpunkte Beachtung finden:

      • Durchführung eines offenen Architektenwettbewerbs – Dabei sollten Freiflächen, Bauhöhen und Baumassen unabhängig von den für private Projektentwicklungen typischen Profitmaximierungsstrategien im Rahmen von Debatten unter Beteiligung der Öffentlichkeit geklärt werden
      • Wahrnehmen des im Grundbuch gesicherten Vorkaufsrechts durch das Land Berlin – Nur so behält Berlin die Planungshoheit an diesem sensiblen Ort und kann nach Abschluss des offenen Architektenwettbewerbs entscheiden, ob die Bebauung der beiden freien Grundstücke in öffentlicher oder privater Trägerschaft realisiert wird.
      • Beachtung der Vorgaben des Landesdenkmalamtes – der „erweiterte Kreuzungsbereich Friedrichstraße / Zimmerstraße“ einschließlich der beiden freien Grundstücke wurde im Mai 2018 unter Denkmalschutz gestellt.
      • Belebung des Ortes durch bezahlbaren Wohnraum und bürgernahe Infrastruktur – Das bisher auf dem östlichen Grundstück geplante Hotel ist im aktuell bekannten Entwurf des Bebauungsplanes 1-98 nicht mehr im ursprünglich geplanten Umfang realisierbar. In Hinblick auf einen ausgewogenen Nutzungsmix sollten die Flächen für Beherbungsbetriebe im Bebauungsplan auf ein Minimum reduziert werden.

Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich für den Erhalt des weltweit bekannten Erinnerungsortes „Checkpoint Charlie“ zu engagieren. Klicken Sie dazu auf den folgenden Button und tragen sich in die Liste der Unterstützerinnen und Unterstützer der Initiative ein.

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