Stadtplanung – Platz da | von Peter Richter

Der Redakteur befasst sich in diesem Artikel nicht nur mit dem Checkpoint Charlie, sondern auch mit der Kulturruine „Tacheles“ und ordnet die nun schon mehr als 20 Jahre dauernde Entwicklung beider Grundstücksbrachen in einen größeren Zusammenhang ein. Sein Fazit lautet, dass sich „in Berlin schon wieder die Fronten zwischen Sozialismus und Kapital verhärten“.  Deutlich wird das für den Autor u.a. in der aktuell laufenden Austellung „1989-2019: Politik des Raums im Neuen Berlin“ im Neuen Berliner Kunstverein, die anhand großer Immobilienprojekte auch die Verkaufspolitik des Landes Berlin seit Anfang der 90er Jahre thematisiert. Zur ehemaligen Grenzübergangsstelle Friedrichstraße, weltweit als „Checkpoint Charlie“ bezeichnet, stellt Herr Richter zunächst den (bekannten) Planungsstatus dar, bevor er den Blick auf einen bisherigen unbekannten Aspekt lenkt: Der Bremer Investor Alexander Ruddat, der Anfang 2019 das gegenüber dem Assisi-Panorama gelegene Grundstück „Zimmerstraße 19“ erworben hat, schlägt vor, das umstrittene „Museum des Kalten Kriegs“ auf seinem Grundstück einzurichten. Damit wären die erheblichen Bedenken der Denkmalschützer vom Tisch und die wichtige Fläche vor der Brandwand „Zimmerstraße 79-80“ könnte von Bebauung freigehalten werden.

Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 20.09.2019  (Onlineausgabe)

 

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