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Im Verlauf der Causa Checkpoint Charlie hat der Tagesspiegel schon mehrmals Gastbeiträge zu wichtigen Aspekten der Entwicklung dieses weltweit bekannten Erinnerungsortes veröffentlicht und so die von Fachexpert*innen im kleinen Kreis geführten Diskussionen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht. Nachdem die B.Z. im Oktober 2021 über fortgeschrittene Gespräche mit einem neuen Kaufinteressenten für die beiden Checkpoint-Charlie-Grundstücke berichtet hat, gewinnt auch die Frage der Gestaltung des im Bebauungsplan 1-98 festgesetzten Bildungs- und Erinnerungsortes auf der dafür reservierten ca. 1.100 m2 großen „Gemeinbedarfsfläche“ (dort steht aktuell die „Blackbox Kalter Krieg“) an Bedeutung.

Eine erste öffentliche Wortmeldung zum geplanten „Museum Kalter Krieg“ nach Festsetzung des Bebauungsplans ist der im Tagesspiegel (Onlineausgabe vom 01.11.2021) veröffentlichte Gastbeitrag von Theresa Keilhacker, Thomas Flierl und Christoph Sommer, die schon als Fachexpert*innen beim im Frühjahr 2018 gestarteten Beteiligungsverfahren „zukunft cpc“ tätig waren. Der Text des auf „Tagesspiegel.de“ frei zugänglichen Beitrags trägt den Titel „Wie eine Leerstelle zur Lehrstätte wird„. Auf diesen Beitrag, der u.a. die im Bebauungsplan vorgesehene Geschossfläche von 3.000 m2 als zu raumgreifend kritisiert, haben die Befürworter*innen eines größeren Museumsbaus, Andreas Etges, Amélie zu Eulenburg, Hanno Hochmuth und Christian Ostermann, ebenfalls im Tagesspiegel geantwortet (Onlineausgabe vom 02.12.2021, Tagesspiegel+/zugangsbeschränkt). Dieser Artikel der Befürworter*innen schließt mit dem Appell, dass Kritiker*innen und Befürworter*innen nicht gegeneinander arbeiten sollten, sondern im Interesse des besonderen Ortes nach einem Konsens suchen sollten.

Vielleicht haben die Verhandler*innen des neuen Koalitionsvertrags die beginnende öffentliche Diskussion registriert, als sie in den Koalitionsvertrag den Satz „Das diskursive Verfahren für die Gestaltung des Checkpoint Charlie wird fortgeführt“ aufgenommen haben. Jedenfalls begrüßt die Initiative „Checkpoint Charlie erhalten“ eine ergebnisoffene Diskussion über die Größe und das inhaltliche Konzept  des geplanten Museums des Kalten Krieges. Auch wenn bisher noch kein Beteiligungsverfahren angekündigt ist, hoffen wir, dass nicht nur Fachgremien, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit bekommen, sich zur Museumplanung zu äußern.

Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens 1-98 hatte unsere Initiative eine Stellungnahme zum Planentwurf eingereicht, die sich in einem größeren Abschnitt  mit den auf der „Gemeinbedarfsfläche des „Bildungs- und Erinnerungsortes“ geplanten Baukörpers beschäftigt. Nur wenige Menschen verfügen über ein so gutes räumliches Vorstellungsvermögen, um auf der Basis von abstrakten Nutzungskennziffern eine Vorstellung der Größe eines später errichteten Baukörpers zu entwickeln. Leider hat die für das Bebauungsplanverfahren zuständige Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen sämtliche Einwände gegen den von vielen Stadtplaner*innen als überdimensioniert kritisierten Museumsbaukörper vom Tisch gewischt, nicht zuletzt mit Verweis auf die Flächenvorgaben aus der für die Museumskonzeption verantwortlichen Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Ohne den politisch Verantwortlichen und auch den für die Bebauungsplanaufstellung verantwortlichen Planer*innen zu nahe treten zu wollen, hat sich unser Ansicht nach niemand ernsthafte Gedanken über die räumliche Wirkung eines Baukörpers mit 3.000 m2 Geschossfläche vor der denkmalgeschützten Brandwand des Hauses Zimmerstraße 79/80 gemacht. Egal wie ein späterer Baukörper auf dem nur 1.100 m2 großen „Museumsgrundstück“ angeordnet wird, verstellt er nicht nur den Blick auf diese für das gesamte „Raumerlebnis“ am Checkpoint Charlie so wichtige Brandwand, sondern engt auch die Freiflächen so stark ein, dass letztlich nur der „Stadtplatz“ auf dem Westgrundstück vor der Brandwand Mauerstraße 93 die Wunde symbolisiert, die der Kalte Krieg an dieser Stelle ins Stadtbild geschlagen hat. Damit verbunden ist auch, dass durch diese starke Asymmetrie der Freiflächenverteilung die auf den historischen Bildern sichtbare große Leerstelle endgültig nicht mehr nachvollzogen werden kann. Damit würde in fataler Art und Weise die geschichtsvergessene Bautätigkeit der 90er-Jahre, bei der schon mehrere Grundstücke der ehemaligen „Grenzübergangsstelle Friedrichstraße“ überbaut wurden, mit einem von der Öffentlichen Hand finanzierten Museumsbau zu einem unrühmlichen Ende kommen.

Um den politischen Entscheidungsträger*innen und allen interessierten Bürger*innen die Tragweite der anstehenden Entscheidungen vor Augen zu führen, hat unsere Initiative schon für das Bebauungsplanverfahren (2019) eine Visualisierung der Bebauungssituation mit einem 3.000 m2 Geschossfläche einnehmenden Museumsbau sowie einem Museumspavillon mit 500 m2 Geschossfläche (der die Vorgaben des Denkmalschutzes erfüllt)  erstellen lassen:

 

Checkpoint Charlie mehrgeschossiges Gebäude für Museum Kalter Krieg

Blick auf die Grundstücke am Checkpoint Charlie mit mehrgeschossigem Museumsgebäude mit 3.000 m2 Geschossfläche rechts und Stadtplatz links

 

Bei dieser vom einem auf Gebäude-Visualisierungen spezialisierten Architekturbüro erstellten Perspektive wird nach unserer Ansicht deutlich, dass die Baumasse des geplanten „Museum Kalter Krieg“ den Bildungs- und Erinnerungsort Checkpoint Charlie förmlich erdrückt. Im Kontext der Stellungnahme zum Bebauungsplanentwurf 1-98 hat unsere Initiative deshalb eine Alternative mit einem ca. 500m2 Fläche einnehmenden „Museumpavillon“ vorgeschlagen, der als Empfangsbereich und Zugang zur größtenteils unterirdischen Ausstellungsfläche dient. Damit bleibt der überwiegende Teil der den Raumeindruck am Checkpoint Charlie (mit) prägenden Brandwand Zimmerstraße 79/80 sichtbar. Eine unterirdische Anordnung von Museumsflächen ist spätestens seit der Erweiterung des renommierten Städel-Museums in Frankfurt am Main keine exotische Idee mehr.  In unterirdischen Ausstellungsbereich des Städel-Museums läuft bis zum 30.01.2022 noch die Ausstellung „Nennt mich Rembrandt“. Beim Besuch dieser Ausstellung hatte der Verfasser dieses Artikels zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, dass die Präsentation der Gemälde suboptimal ist.

 

Checkpoint Charlie Pavillon für Museum Kalter Krieg

Blick auf die Grundstücke am Checkpoint Charlie mit einem Museumspavillon mit 500 m2 Geschossfläche rechts und Stadtplatz links.

 

Um die aus unserer Sicht fatale Festsetzung  der völlig überdimensionierten oberirdischen Geschossfläche im Bebauungsplan 1-98 auf den Checkpoint Charlie (nochmals) zu verdeutlichen, zitieren wir einen Abschnitt aus der Stellungnahme der von uns beauftragten Anwaltskanzlei zum Bebauungsplanentwurf 1-98:

Der aktuelle Zustand des Ortes und der Umgebung, u. a. durch die derzeit vorhandenen Freiflächen, die freiliegenden Brandwände, die atypische Stellung der denkmalgeschützten Baukörper, dokumentiert in einmaliger Weise die ehemalige Zerrissenheit der Stadt im Zentrum Berlins. Diese ist für die Berlinerinnen und Berliner und natürlich auch für die auswärtigen Besucherinnen und Besucher des Checkpoint Charlie beim Betreten des Ortes unmittelbar spürbar. Die Besonderheit dieses Plangebietes liegt gerade darin, dass dieser offenkundige Bruch in der Stadtmitte, vermittelt durch Baulücken, sonstige Freiflächen, ungewöhnliche Baukörperstellungen und atypische Grundstückszuschnitte bestehen bleiben muss, weil nur dieser Bruch und die damit verbundene möglichst weitgehende Zurücknahme von Bebauung diesen für die Erfassung der Geschichte des Ortes so entscheidenden Eindruck ermöglicht. Diese Wirkung dem Ort zu nehmen und durch einen Museumsbau zu ersetzen, hieße, das noch erhaltene Original und damit auch den Kern des Gedenkortes zu vernichten und ihn durch einen stets nur zweitrangiges Gedenken in Gestalt eines Museums zu ersetzen. Die Anlage 1 (Anmerkung: gemeint ist die obere Grafik) zeigt, dass ein Museumsbau in seinem nach dem Bebauungsplan maximalen Umfang von 3.000 m2 Geschossfläche und einer Gebäudehöhe von 62 m ü. NHN die Wirkung einer Blockrandschließung hätte, die dem Ort seine besondere historische Bedeutung nimmt. Der zu Recht als „ Bildungs- und Erinnerungsort zur Geschichte des Checkpoint Charlie…“ bezeichnete Bereich und die Brandwand zum angrenzenden Gebäude Zimmerstraße 79/80 ist daher von einer Bebauung weitestgehend, d. h. mindestens überwiegend und mit einer Freifläche sowohl zur Friedrichstraße als auch zur Zimmerstraße freizuhalten. Zumindest der überwiegende Teilbereich der Brandwand sollte bis auf die Geländeoberkante frei bleiben, um den vorstehend beschriebenen Eindruck mit seinen Sichtbeziehungen auf die atypische Denkmalbebauung soweit wie möglich zu bewahren. Ein Museumsneubau, der eben diese Narbe im Zentrum Berlins verdeckt, stünde der eigentlichen Zielsetzung des Museums entgegen.

Abschließend appelliert die Initiative „Checkpoint Charlie erhalten“ an die für die Planung des Museums verantwortlichen Senatoren Andreas Geisel (Stadtentwicklung und Wohnen) und Dr. Klaus Lederer (Kultur und Europa), kein „Museum Kalter Krieg“ mit 3.000 m2 oberirdischer Geschossfläche zuzulassen, sondern die oberirdische Geschossfläche des neuen Museums auf nicht mehr als ca. 500 m2 oberirdischer Geschossfläche zu begrenzen.

Erinnerungsort in Berlin – Warum am Checkpoint Charlie ein Museum des Kalten Kriegs entstehen sollte | von Andreas Etges, Amélie zu Eulenburg, Hanno Hochmuth und Christian Ostermann

Dieser Artikel bezieht sich unmittelbar auf dem am 30.10.2021 im Tagesspiegel (Printversion) veröffentlichten Gastbeitrag von Theresa Keilhacker, Thomas Flierl und Christoph Sommer, in dem sich diese Autor*innen gegen einen Museumsbau wenden, der die raumprägende „Brandwand Zimmerstraße“  weitgehend verdeckt. Andreas Etges, Amélie zu Eulenburg und Hanno Hochmuth sind die neu gewählten Vorstände des Vereins „Zentrum Kalter Krieg – Ausstellung am Checkpoint Charlie“. Im (zugangsbeschränkt auf Tagesspiegel-plus) erschienenen Beitrag konstatieren sie zunächst „Handlungsbedarf“, d.h. eine Weiterentwicklung in einer dem Checkpoint Charlie „würdigen Art und Weise“, wozu auch das Museum des Kalten Kriegs „als Schlussstein des Gesamtkonzepts“ gehört. Der Gastbeitrag schließt mit einem Aufruf an die Gegner*innen der Museumsplanung, „nicht gegeneinander zu arbeiten, sondern die große städtebauliche und erinnerungspolitische Chance zu nutzen“.

Artikel im Tagesspiegel vom 02.12.2021 (Online-Version, zugangsbeschränkt)

Wie eine Leerstelle zur Lehrstätte wird | Gastbeitrag von Theresa Keilhacker, Thomas Flierl und Christoph Sommer

Die B.Z. hat am 06.10.2021 in einem Artikel mit dem Titel „Millionen-Poker um den Checkpoint Charlie“ darüber berichtet, dass eine Immobiliengesellschaft aus Hessen die zusammen ca. 9.081 m2 großen Grundstücke am Checkpoint Charlie kaufen will, die ursprünglich von der Trockland-Gruppe bebaut werden sollten. Die Autor*innen des Gastbeitrags haben an dem vom Berliner Senat organisierten Beteiligungsverfahren „zukunft cpc“ und natürlich auch an den Diskussionen zum Bebauungsplan 1-98 (Checkpoint Charlie) teilgenommen.

Im Bebauungsplan 1-98 ist neben einem westlich der Friedrichstraße gelegenen „Stadtplatz“ vor der Brandwand des Grundstücks Mauerstraße 93 eine Gemeinbedarfsfläche auf dem Ost-Grundstück festgesetzt worden, auf der nach aktuellem Stand ein „Museum des Kalten Krieges“ entstehen soll. Dafür sind ca. 3.000 m2 Geschossfläche für einen „Bildungs- und Erinnerungsort zur Geschichte des Checkpoint Charlie als Ort der Deutschen Teilung und ihrer internationalen Dimension“ vorgesehen.

Im Gastbeitrag plädieren die Autor*innen für einen (architektonischen) Wettbewerb zur Gestaltung dieses besonderen Ortes. Dabei sollte auch die Problematik des „zu raumgreifenden Museumsbaus“ thematisiert werden.

Gastbeitrag im Tagesspiegel vom 01.11.2021 (Online-Version)

PS: Auf diesen Gastbeitrag ist im Tagesspiegel diese Woche eine Replik von Befürworter*innen des Museumsbaus erschienen, die online am 02.12.2021 veröffentlicht wurde (Tagesspiegel-Plus/zugangsbeschränkt).

Stadtplanung – Platz da | von Peter Richter

Der Redakteur befasst sich in diesem Artikel nicht nur mit dem Checkpoint Charlie, sondern auch mit der Kulturruine „Tacheles“ und ordnet die nun schon mehr als 20 Jahre dauernde Entwicklung beider Grundstücksbrachen in einen größeren Zusammenhang ein. Sein Fazit lautet, dass sich „in Berlin schon wieder die Fronten zwischen Sozialismus und Kapital verhärten“.  Deutlich wird das für den Autor u.a. in der aktuell laufenden Austellung „1989-2019: Politik des Raums im Neuen Berlin“ im Neuen Berliner Kunstverein, die anhand großer Immobilienprojekte auch die Verkaufspolitik des Landes Berlin seit Anfang der 90er Jahre thematisiert. Zur ehemaligen Grenzübergangsstelle Friedrichstraße, weltweit als „Checkpoint Charlie“ bezeichnet, stellt Herr Richter zunächst den (bekannten) Planungsstatus dar, bevor er den Blick auf einen bisherigen unbekannten Aspekt lenkt: Der Bremer Investor Alexander Ruddat, der Anfang 2019 das gegenüber dem Assisi-Panorama gelegene Grundstück „Zimmerstraße 19“ erworben hat, schlägt vor, das umstrittene „Museum des Kalten Kriegs“ auf seinem Grundstück einzurichten. Damit wären die erheblichen Bedenken der Denkmalschützer vom Tisch und die wichtige Fläche vor der Brandwand „Zimmerstraße 79-80“ könnte von Bebauung freigehalten werden.

Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 20.09.2019  (Onlineausgabe)

 

Kommerz oder Commons? Wie der Checkpoint Charlie zum Ort der Debatte werden kann | von Christoph Sommer

Den näher rückenden Termin des 30-jährigen Mauerfalljubiläums nimmt der Autor als „Aufhänger“, um den aktuellen Stand der Debatte um die Neubauplanung am Checkpoint Charlie mit Schwerpunkt auf dem geplanten „Museum Kalter Krieg“ darzustellen. Im Bebauungsplanentwurf 1-98, der möglichst noch in diesem Jahr festgesetzt werden soll, wird seit Bekanntwerden der Museumsgröße intensiv nicht nur über den Flächenbedarf sondern auch über die Inhalte diskutiert. Hinsichtlich der Inhalte schlägt der Autor, der den Beitrag zusammen mit der Stadtplanerin Theresa Keilhacker und dem ehemaligen Kultursenator Dr. Thomas Flierl verfasst hat, statt eines monothematischen Museums für touristische Einmalbesucher einen „Ort der Debatte“ vor, der auch von den Berlinerinnen und Berlinern frequentiert wird. In Anbetracht der großen Bedeutung des geplanten Bildungs- und Erinnerungsortes für Berlin fordert Herr Sommer eine zügige Prüfung des Ankauf der Flächen für den geplanten Stadtplatz und die Gemeinbedarfsfläche. Abschließend weist Herr Sommer darauf hin, „dass die Auseinandersetzung noch nicht vorbei ist“. Neben der weiteren kritischen Begleitung des Bebauungsplanverfahrens ist es aus seiner Sicht notwendig, eine kulturpolitische und museumsfachliche Debatte zum Auftrag und Konzept des Bildungs- und Erinnerungsortes zu eröffnen.

Artikel in der Berliner Gazette vom 04.09.2019

 

 

 

Panzer am Checkpoint Charlie? Tim Renner mit ungewöhnlichem Vorschlag | von Patrick Goldstein

Die Frist für Stellungnahmen zum Bebauungsplan 1-98 (Checkpoint Charlie) ist am 21.08.2019 abgelaufen.  Der Redakteur Patrick Goldstein berichtet, dass eine Gruppe von Kreativen um den ehemaligen Kulturstaatssekretär Tim Renner eine Stellungnahme eingereicht hat, die auch einen alternativen Planungsvorschlag mit mehr Freiflächen und die Installation von zwei Panzern vorsieht. Bis zum Nachmittag des 21. August sind insgesamt 22 Stellungnahmen bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen eingegangen, die nun in einen Abwägungsprozess eingespeist werden.

In dem Artikel kommt auch der Leiter der Stiftung Berliner Mauer, Prof. Axel Klausmeier, zu Wort, der das auf der Gemeinbedarfsfläche geplante „Museum des Kalten Kriegs“ betreiben soll. Genau wie das „Team Renner“ spricht sich auch Herr Prof. Klausmeier für „viel Freifläche“ aus, weist aber auch darauf hin, dass die rechtskräftige Festsetzung des Bebauungsplans bis Februar 2020 keinesfalls gefährdet werden darf.

Artikel in der Berliner Morgenpost vom 21.08.2019 (Online-Version)

 

Forderungen für mutige Planung am Checkpoint Charlie | Gastbeitrag von Tim Renner

Der Autor, von 2014 bis 2016 Staatssekretär in der Berliner Kulturverwaltung, plädiert in seinem Gastbeitrag für die Erarbeitung neuer Planungsideen am Checkpoint Charlie. Sowohl die bisherige Investorenplanung der Trockland-Gruppe als auch der aktuell ausgelegte Bebauungsplanentwurf werden der Besonderheit des Ortes in keinster Weise gerecht. Auch das geplante Museum des Kalten Kriegs, dessen Thematik laut Herrn Renner bereits in mehreren Museen ausführlich dargestellt wird, trägt nichts zur Verbesserung der Situation bei. Was hier nach Aussage des Autors fehlt, ist eine Idee, wie man Berlin als „Hauptstadt der Freiheit“ an diesem besonderen Ort darstellt. Diese Frage werden weder die in die Planung involvierten Senatsverwaltungen noch Immobilieninvestoren beantworten können. Der Autor plädiert dafür, Künstler und andere Visionäre mit der Entwicklung kreativer Ideen zu beauftragen, die dann Ausgangspunkt für einen neuen Bebauungsplan sein sollten.

Artikel im Tagesspiegel vom 08.07.2019

Debatte um historischen Ort: Wie es am Checkpoint Charlie weitergeht | von Elmar Schütze

Anlässlich des heutigen Bürgerdialogs, bei dem der aktuelle Stand des Bauplanungsverfahrens von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen präsentiert werden soll, beschreibt der Redakteur Elmar Schütze die bisher bekanntgewordenen Eckpunkte des Planentwurfs (u.a. freie Brandwände, kein Hotel, keine Hochhaustürme). Nach seiner Ansicht werden diese Festlegungen auf starken Widerspruch des Investors „Trockland“ stoßen, der seit 2015 dabei ist, am weltbekannten Erinnerungsort ein Neubauprojekt zu entwickeln. Darüber hinaus wird im Artikel über den Kurswechsel des Senats im Dezember 2018 und Details des B-Plan-Verfahrens berichtet.

Artikel in der Berliner Zeitung vom 22.06.2019

Wie geht es weiter am Checkpoint Charlie? | von Ralf Schönball

Am kommenden Samstag findet am Checkpoint Charlie ein „Bürgerdialog“ im Rahmen des Beteiligungsverfahrens „zukunft-cpc“ statt. Im Vorfeld dieses kurzfristig angesetzten Termins fand am 17. Juni auf Einladung von Theresa Keilhacker und Christoph Sommer ein Pressetermin statt, bei dem der aktuelle Stand des Bebauungsplanverfahrens (mit Schwerpunkt auf der Museumsplanung) von mit dem Verfahren befassten Personen diskutiert wurde. Mit dabei waren Dr. Heike Oevermann von der HU, Landeskonservator Dr. Christoph Rauhut, Prof. Axel Klausmeier von der Stiftung Berliner Mauer, der ehemalige Kultursenator Dr. Thomas Flierl und die beiden Einladenden. Der Redakteur Ralf Schönball berichtet und bewertet die lebhafte Diskussion und stellt fest, dass „die Geheimniskrämerei um die Bebauungsplanung am weltberühmten Checkpoint Charlie anhält“.

Artikel im Tagesspiegel vom 18.06.2019

Grüne stoppen Müllers Pläne für den Checkpoint Charlie | von Laura Hoffmann, Hendrik Lehmann und Ralf Schönball

In diesem Artikel beschreiben die drei Redakteure des Tagesspiegel die aktuelle „Gefechtslage“ rund um das Neubauprojekt der „Trockland-Gruppe“ am Checkpoint Charlie. Nachdem der Regierende Bürgermeister Michael Müller auf dem SPD-Parteitag höchstpersönlich einen kritischen Antrag des SPD-Kreisverbands Berlin-Mitte verwässert hat, ist die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen auf Konfrontationskurs gegangen. Die Grünen wollen einen Antrag im Abgeordnetenhaus einbringen, in dem eine Verlegung des geplanten Museums vom Westgrundstück auf das Ostgrundstück gefordert wird. Damit wäre die Planung für das derzeit auf dem Ostgrundstück vorgesehene Hardrock-Hotel hinfällig.

Artikel im Tagesspiegel vom 20.11.2018